» Häufig gestellte Fragen zum Thema Parodontitis

Stellt die Parodontitis eine Gefahr für meinen Allgemeinzustand dar?

Die aktuelle Literatur stuft die Parodontitis als Risikofaktor für eine Reihe von Allgemeinerkrankungen ein. So haben Patienten mit Parodontitis ein höheres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes mellitus und Atemwegserkrankungen. Es konnte auch in Studien gezeigt werden, dass parodontalerkrankte Mütter ein bis zu 7-mal höheres Risiko für Frühgeburten haben und untergewichtige Kinder bekommen.


Gibt es Risikofaktoren für eine Parodontitis?

Neben nicht ausreichender Mundhygiene existieren eine Reihe von Risikofaktoren: Rauchen, Stress und Allgemeinerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus, Bluterkrankungen, HIV und genetische Erkrankungen, die die Parodontitis in ihrer Entstehung, Ausprägung und Verlauf negativ beeinflussen können.


Ist die Parodontitis übertragbar?

Etliche Studien konnten belegen, dass die Parodontitis im Sinne einer Infektionserkrankung von Partner zu Partner übertragen werden kann. Aus diesem Grunde empfehlen wir Ihnen auch Ihre/en Partner/in zwecks einer parodontologischen Untersuchung zu uns in die Praxis mitzubringen.


Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlungskosten für meine Parodontitisbehandlung?

Die Parodontitisbehandlung wird bei der gesetzlichen Krankenversicherung beantragt und in der Regel auch genehmigt. Sind aber regenerative Maßnahmen vorgesehen, wie beispielsweise der Einsatz von Knochenersatzmaterialien, Schmelz-Matrix-Proteinen oder Membranen, sind diese privat abzurechnen. Privatversicherten empfehlen wir, in die Versicherungspolice zu schauen bzw. die Versicherung um Information zu bitten.


Was kann man machen, wenn das Zahnfleisch zurückgewichen ist, aber keine Zahnfleischentzündung oder Parodontitis besteht?

Häufig ergeben sich nach Abheilung einer Parodontitis oder aber auch durch eine zu starke Putztechnik freiliegende Zahnhälse, weil das Zahnfleisch zurückgegangen ist (Rezessionen). Hierbei wirken die Zähne nicht nur optisch länger, sondern es treten auch massive Empfindlichkeiten gegen Kälte und Wärme auf. In solchen Fällen kann mit Hilfe der Mukogingival-Chirurgie eine Abdeckung der freiliegenden Zahnhälse mit Zahnfleisch erreicht werden.


Ist die Hygienephase bei der Parodontitisbehandlung wirklich notwendig?

Die Hygienephase ist essentieller Bestandteil der Parodontitisbehandlung und darf nicht ausgelassen werden. In ihr findet die Aufklärung über die pathologischen Vorgänge in der Mundhöhle, die Mundhygieneunterweisung und ständige Motivation sowie die professionelle Zahnreinigung statt. Sie ist einerseits wichtig um die Keimzahl zu reduzieren, andererseits wird nur durch die Hygienephase und die sich an die Parodontitisbehandlung anschließenden Recall-Sitzungen ein langzeitiger Erfolg der Parodontitisbehandlung gewährleistet.